Bava Batra 253

Kapitel 253

א אמימר אמר אף אינו ממעט חלק בכורה שנא' (דברים כא, טו) וילדה לו בנים עד שיהא בן בשעת לידה
1 Amemar sagte: Er beeinträchtigt auch nicht den Erstgeburtsanteil, denn es heißt:<i>und ihm Söhne gebären,</i> nur wenn er seit der Geburt ein Sohn ist.
ב רב שיזבי אמר אף אינו נימול לשמנה דאמר קרא (ויקרא יב, ב) אשה כי תזריע וילדה זכר וביום השמיני ימול עד שיהא זכר משעת לידה
2 R. Šezbi sagte: Er wird auch nicht am achten [Tage] beschnitten, denn es heißt:<i>wenn eine Frau niederkommt und einen Knaben gebiert &amp;c. und am achten Tage ist seine Vorhaut zu beschneiden,</i> nur wenn er seit der Geburt ein Knabe ist.
ג רב שרביא אמר אף אין אמו טמאה לידה דאמר קרא אשה כי תזריע וילדה זכר וטמאה שבעת ימים עד שיהא זכר משעת לידה
3 R. Šerebja sagte: Seine Mutter ist auch nicht geburtsunrein, denn es heißt: <i>wenn eine Frau niederkommt und einen Knaben gebiert, so bleibt sie sieben Tage unrein;</i> nur wenn er seit der Geburt ein Knabe ist.
ד מיתיבי המפלת טומטום ואנדרוגינוס תשב לזכר ולנקיבה תיובתי' דרב שרביא תיובתא
4 Man wandte ein: Wenn eine einen Geschlechtslosen oder einen Zwitter abortiert, so muß sie wegen eines Knaben und wegen eines Mädchens [in Unreinheit] verweilen!? Dies ist eine Widerlegung R. Šerebjas. Eine Widerlegung. –
ה לימא תיהוי תיובתא דרב שיזבי
5 Ist dies auch eine Widerlegung R. Šezbis? –
ו תנא ספוקי מספקא ליה ולחומרא
6 Dem Autor ist dies zweifelhaft, und er entscheidet erschwerend. –
ז אי הכי תשב לזכר ולנקבה ולנדה מיבעי ליה קשיא
7 Demnach sollte er lehren: so muß sie wegen eines Knaben, wegen eines Mädchens und als Menstruierende [in Unreinheit] verweilen!? – Ein Einwand.
ח אמר רבא תניא כוותיה דר' אמי בן ולא טומטום בכור ולא ספק
8 Raba sagte: Übereinstimmend mit R. Ami wird gelehrt: <i>Sohn,</i> nicht aber ein Geschlechtsloser; <i>erstgeborener,</i> nicht aber ein zweifelhafter. –
ט בשלמא בן ולא טומטום כדר' אמי אלא בכור ולא ספק לאפוקי מאי
9 Allerdings ist [die Beschränkung:] <i>Sohn,</i> nicht aber ein Geschlechtsloser, nach R. Ami zu erklären, was aber schließt die Beschränkung:] <i>erstgeborener,</i> nicht aber ein zweifelhafter, aus!? –
י לאפוקי מדדרש רבא דדרש רבא שתי נשים שילדו ב' זכרים במחבא כותבין הרשאה זה לזה
10 Dies schließt das aus, was Raba vortrug, denn Raba trug vor: Wenn zwei Frauen zwei Knaben im Verborgenen geboren haben, so schreibe einer dem anderen eine Vollmacht.
יא א"ל רב פפא לרבא והא שלח רבין דבר זה שאלתי לכל רבותי ולא אמרו לי דבר ברם כך אמרו משום ר' ינאי הוכרו ולבסוף נתערבו כותבין הרשאה זה לזה לא הוכרו אין כותבין הרשאה זה לזה
11 R. Papa sprach zu Raba: Rabin ließ ja mitteilen: Dies fragte ich all meine Lehrer, und sie sagten mir nichts; aber folgendes sagte man im Namen R. Jannajs: Wenn es vorher bekannt war und sie nachher verwechselt worden sind, so schreibe einer dem anderen eine Vollmacht, wenn es aber überhaupt nicht bekannt war, so kann einer dem anderen keine Vollmacht schreiben.
יב הדר אוקי רבא אמורא עליה ודרש דברים שאמרתי לכם טעות הן בידי ברם כך אמרו משום ר' ינאי הוכרו ולבסוף נתערבו כותבין הרשאה זה לזה לא הוכרו אין כותבין הרשאה זה לזה
12 Hierauf ließ Raba den Dolmetsch vortreten und trug vor: Das, was ich euch gesagt habe, ist ein Irrtum; im Namen R. Jannajs sagten sie folgendes: Wenn es vorher bekannt war und sie nachher verwechselt worden sind, so schreibe einer dem anderen eine Vollmacht, wenn dies aber überhaupt nicht bekannt war, so kann einer dem anderen keine Vollmacht schreiben.
יג שלחו ליה בני אקרא דאגמא לשמואל ילמדנו רבינו היו מוחזקין בזה שהוא בכור ואמר אביו על אחר בכור הוא מהו שלח להו כותבין הרשאה
13 Die Leute der Burg Agma sandten an Šemuél folgende Frage: Mag uns der Meister lehren, wie es denn sei, wenn es von einem bekannt war, daß er Erstgeborener sei, und sein Vater von einem anderen sagt, dieser sei Erstgeborener? Er ließ ihnen erwidern: